Sensei Sylvain Guintard

Sensei Sylvain Guintard, ist ein hingebungsvoller Kampfkunstmeister und Priester. Sylvain stammt aus Chambery in Frankreich.

Schon als jugendlichen interessierten Ihn die Kampfkünste und schließlich begann er mit 17 Jahren Kung Fu bei Meister Hoang Nam zu trainieren.

Als er 20 Jahre alt war, lernte er auf einem Schwertseminar den bekannten Klingenmeister Michel Coquet kennen. Daraufhin wurde er für 2 Jahre sein persönlicher Schüler. Michel Coquet gilt auch heute noch, als einer der Oberhäupter und besten Lehrer der Katori Shinto Schwertschule. Durch die Katori Shinto Ryu, beschloß er schließlich nach Japan auszuwandern, wo er persönlicher Schüler von Masaaki Hatsumi wurde. Hatsumi hatte so eine enge Beziehung zu Sylvain das er für 1 Jahr sogar bei Ihm wohnte. Nach jahrelangem hartem Training wurde Ihm durch Hatsumi der 8 Dan verliehen.

Schließlich verließ Sylvain aus persönlichen Gründen nach einiger Zeit Hatsumi und suchte Nawa Yumio, auf. Nawa Sensei stammt so wie Takamatsu Sensei aus einer alten Kriegerfamilie die engen Kontakt mit dem Ninjutsu hatte. Nawa war ein Spezialist mit der Waffe Manriki Kusari, der kurzen Kette. Bei Nawa Yumio und anderen bekannten Budo Meistern wie Gogen Yamaguchi, dem berühmten Goyo Ryu Karate Meister setzte er seine Ausbildung fort.

Er erhielt den Kriegernamen Hyakkimaru, der rote Wolf der aus 100 Dämonen gemacht wurde. Von Yamaguchi Sensei insperiert, der ihn in Takishugyo unterwies, wandte er sich dem Shugendo Bergasketismus zu.

Durch den Mönch Suzumura, der Ihn im Zen unterrichtete knüpfte er Kontakte zu den Yamabushi Asketen. Er wurde Sogi Yamabushi, ein Bergasketenschüler im Shogoin Tempel bei Kyoto. Die Ausbildung zum Yamabushi, so schildert Sylvain war die härteste seines Lebens. Er wurde in Rituale und Zeremonien eingeweiht. Wochenlange Pilgergänge auf heilige Berge und das Barfußgehen im Schnee gehörten zur Ausbildung. Hiwatari (Feuerlaufen), Takishugyo (Wasserfallstehen), Misogi (Eisbaden) und Goma (Feuerzeremonie) folgten. Die Abschlussprüfung 1996 bestand aus der Meditation in der Höhle Kannen Kustsu im Süden von Osaka. Sylvain fastete dort 4 Wochen und verbrachte diese Zeit alleine und sitzend, wobei er sich nur von Nüssen und Wasser ernährte. Er starb dort tausend Tode und hatte schwere persönliche Kämpe zu überstehen. Nach dieser Zeit begab er sich auf die 100 Tage lange Pilgerstrecke zurück nach Kyoto, gekleidet in der Robe der Yamabushi.

Nach 12 Jahren Training in Japan kehrte er schließlich nach Frankreich zurück. Er schrieb Artikel für das Karate Bushido Magazin und andere Fachzeitschriften.

2002 hatte Sylvain einen sehr schweren Autounfall. Er zog sich ein Schädelhirntrauma zu und musste am Gehirn operiert werden. Daraufhin lag er über ein Monat im Koma.

Sylvain gibt kaum Seminare, er ist der Meinung das Budo ein großes Geschenk ist und es viele schwarze Schafe gibt. Besonders im Shugendo ist er sicherlich der beste Lehrer den es gibt.

Sylvain lebt Budo und seine Bestimmung. Er gibt das alte effektive Ninjutsu unverfälscht so wie Sensei Nawa Yumio an seine Schüler weiter. Der Yamabushi Dojo ist stolz darauf, Sylvain als direkten Lehrer betrachten zu dürfen!