Shugendo
Die Kraft durch asketische Praktiken.
Der Ursprung des Shugendo liegt zwischen dem 12 - 14 Jahrhundert unter buddhistischem Einfluss und den Wurzeln des Shinto. Shugen Do bedeudet "Der Weg in die Berge" und wird auch heute noch vorwiegend von des esoterischen Yamabuhi Mönchen praktiziert.
Der Ursprung liegt bei dem legendären "Enno Gyoja" von dem es auch heißt der Begründer des Ninjutsu gewesen zu sein. Die Ninja übernahmen die esoterisch asketischen Praktiken aus dem Shugen und erhielten so oft das Klischee eines Übermenschen und des Dämons.
Die Shingon und Tendai Sekten rund um Kyoto waren dann Anfang des 19. Jahrhunderts die Hauptgruppierungen. Nach vielen Abspaltungen und Verfolgungen durch die kaiserliche Schirmherrschaft in Japan, ist Shugendo heute wieder eine frei zugänglich Religion.
Einer der Hauptübungsstätten der Yamabushi ist heute der Tempel "Shogoin" bei Kyoto. Shugendo ist durch seine mysthisch esoterischen Praktiken bekannt, die bis heute praktiziert werden.
Japanische Religionen sind durchzogen von Dämonen, Geistern und verschiedensten Gottheiten. Speziell den Dämonen (Tengus) wird im Shugen besondere Bedeutung beigemessen. Dämonen müssen nicht immer böse sein, so brachten sie im alten Japan großen Schwertmeistern wie Musashi Miyamoto angeblich den Schwertkampf bei. Diese Dämonen leben lt. Mythologie in Wäldern und halten sich in Bäumen und Wasserfällen versteckt.
Eben aus der Natur, den Elementen und speziell den Bergen schöpft der Shugenja (Ausübender des Shugen) seine Kraft und Energie. Unter Ausführung verschiedener Praktiken kommt man mit den Elementen in Einklang und kann aus deren Energie Kraft schöpfen. Aber nicht nur Energie und Kraft schöpft man daraus, man verschmilzt mit den Elementen und lernt sie so besser kennen.
Unter Einhaltung bestimmter Zeremonien verbunden mit Mantras und Mudras vertreibt man die "bösen" Dämonen und macht sich die "guten" zunutze. Unter der Obhut der obersten Gottheit "Fudo Myoo"!
Fudo Myoo
Im Buddhismus hatte er ursprünglich nur die Funktion eines Boten Buddhas. Er wird meist sitzend dargestellt, mit einer Feuer Aura im Hintergrund. In der Hand hält er ein Schwert. Er kämpft mit dem Schwert der Erkenntnis gegen die Unwissenheit und die daraus entspringende Gier. In Japan wurde seine Verehrung im 9. Jhdt populär, mittlerweile wird er auch unter dem japanischen Volk als Schutzgottheit angesehen.

Fudo Myoo
Riten
Shashingyo (Ku - Leere):
Wörtlich "Aufgeben des Körpers" bezeichnet eine Übung, bei der der Asket an den Beinen mit einem Seil gesichert wird und kopfüber eine Felsklippe hinuterhängt. Auch gibt es die Variante das Ihn andere Asketen an den Beinen festhalten. Die Übung dient dazu ein Gefühl der Vergänglichkeit aufzubauen. Der Körper sollte dabei völlig losgelassen werden und der Geist völlig frei sein.

Shashingyo
Yamayuki (Chi - Erde):
"Das Wandern in den Bergen" wodurch der Geist klar wird. Pilgergänge in extremen Hanglagen und auf Klippen sorgen für die absolute Konzentration und Verbundenheit mit dem Berg. Auch das Tage bis Wochenlange Verharren und meditieren in dunklen Höhlen und Erdlöchern gehört zu dieser Praktik.
Takishugyo, Misogi (Sui - Wasser):
"Wasserfallstehen bzw. Eisbaden" hierbei steht der Asket unter einem Wasserfall und verfällt dabei in medidativen Zustand. Dabei spielt der Druck und die Kälte des Wassers eine große Rolle. Der Wasserfall versucht den Asketen in die Knie zu zwingen, dieser muß standhaft bleiben. Hierbei hat auch jeder Wasserfall seine eigene Persönlichkeit. Eine Steigerung ist hier im Winter bei Minusgraden möglich. Das selbe gilt für Misogi dem Eisbaden. Beim Eisbaden hat man jedoch eher die Möglichkeit den Puls massiv zu senken und die Körperfunktionen auf ein Minimum zu reduzieren.

Takishugyo
Misogi
Hiwatari, Kassyo Zanmai, Goma (Ka - Feuer, Fu - Wind):
"Feuerlaufen" wird als Hiwatari bezeichnet. Der Feuerlauf unter der Leitung eines Yamabushi Priesters wird als Kassyo Zanmai bezeichnet. Goma ist das Feuerritual. Bei allen Zeremonien ist es wichtig im Vorfeld zu Räuchern und zu Segnen. Dabei werden oftmals Kräuter wie Salbei verwendet die beim Inhalieren den Körper reinigen (FU). So wie bei den anderen Ritualen geht es hierbei auch darum den Körper und Geist zu reinigen und mit dem element in Einklang zu kommen. Es ist nicht der Sinn das man damit prahlt übers Feuer zu gehen!!!

Goma Feuerzeremonie
Shugendo ist eine lebendige und wunderbare Sache. Nur bei regelmäßigem Training erzielt man gute Ergebnise. Hierfür benötigt man wiederum einen guten Lehrer am besten einen Yamabushi oder Shugendo Priester.
