Gottheiten im ShugendoGottheiten im Shugendo


 

Dainichi Nyorai: Der kosmische Buddha, aus ihm entsteht alles Leben und alle anderen Formen der Buddha. Er nimmt die zentrale Stellung in den beiden höchsten Mandalas ein, dem Kongokai Mandala (Muttergeschoßwelt) und dem Taizokai Mandala (Varja Welt). Beide Mandala gemeinsam werden als das Mandala der beiden Welten bezeichnet (Ryobu Mandala). Nyorais sind die höchste Form der Buddhas.

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Fudo Myo: Bei Myo’s handelt es sich um andere, meist zornerfüllte und furchteinflößende Erscheinungsformen der Buddhas. Fudo Myo ist eine andere Erscheinungsform von Danichi Nyorai und der bekannteste der fünf Myo’s. Er versucht in dieser Gestalt den Menschen in der Bestrebung nach Erleuchtung voranzutreiben. Fudo Myo bedeutet wörtlich „der Unerschütterliche“ und ist in den meisten Abbildungen von Flammen eingehüllt (Flammen der Weisheit). Sein Bildnis beinhaltet oft eine Reihe verschiedenster Symbole. Fudo Myo wird meist mit einem nach oben und nach unten zeigendem Zahn dargestellt. Sein rechtes Auge ist meist weit offen und sein linkes halb geschlossen.
Fudo Myo wird von Dainichi Nyorai zu den Shugenja gesandt um bei den asketischen Praktiken zu puschen und den Willen zu stärken.

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Jizo Bosatsu: Jizo gilt als Begleiter der toten Seelen und als Beschützer derer die ihren rechten Weg verloren haben. Er nimmt sich derer an die kein ordentliches Begräbnis erhalten haben und ist der Schutzherr der Wasserkinder (zu früh geborene bzw. abgetriebene Kinder). Man findet seine Statuen vor allem auf Friedhöfen.
Jizo Bosatsu wird auch von Betrunkenen angebetet, die den Weg nach Hause nicht mehr finden.

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Enno Gyoja:(En = Eremit), lebte im 7.Jahrhundert nach Chr. Es ist historisch belegt, dass er aus Japan vom Kaiserhof verbannt wurde. En no Gyoja hatte angeblich magische Kräfte und konnte zum Beispiel fliegen (siehe Bild). Er ist der wichtigste historische Mönch im Shugendo und gilt als Gründer vieler Klöster.Sein eigentlicher Name war Zao Gongen.

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Im Leben eines praktizierenden Laien oder Mönchs durchläuft dieser eine Reihe von Initiationen. Es ist ihnen zumeist verboten über den Inhalt und die Lehren die sie im Zuge der Zeremonie erhalten zu sprechen. Es werden hierbei zum Beispiel verschiedene Mudras gelehert, Weisheiten und auch Hintergründe verschiedener Gottheiten weitergegeben. Wann welche Initiation durchlaufen wird hängt unteranderm von den unterschiedlichen Schulen ab. Während in der Shingon Schule nachdem Erlernen und Praktizieren der Grundkenntnisse und der 4 Wege die Initiation zum Dempo Kanjo (Übertragung der Gesetze) bereits nach 3 Monaten erteilt werden kann, benötigt ein Tendai hierfür ca. 10 Jahre.

Tracht und SymbolikTracht und Symbolik


 

Vajra: Donnerkeil. Er ist das Hauptsymbol der Erleuchtung. Er vereint eine Reihe von verschiedenen Bedeutungen.
Er repräsentiert die untrennbare Perfektionen der Weisheit der fünf Buddhas, sowie deren Richtungen und deren Gefährtinnen. Die neun Speichen stehen auch für die neun Wege. Er symbolisiert die unzerbrechliche Qualität von Diamanten, die unzerstörerische Kraft eines Donnerkeils und die untrennbare Klarheit des Raumes.

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Mala: Gebetskette. Sie besteht aus 108 Perlen, welche unterschiedliche Größen und Erscheinungsformen haben können. Während in der Shingon-Schule die Perlen meist kleiner und runder sind, um das oftmalige Zählen der Perlen zu erleichtern, sind die Perlen in der Tendai Schule kantiger und größer. Sie stehen hierbei einerseits für die rauere Natur der Yamabushi und andererseits werden in der Tendai Schule meist nicht so viele Wiederholungen der Praktiken verlangt (man würde sich den Daumen blutig scheuern an den harten Kanten, bei mehreren tausend Wiederholungen täglich). In den Bergen wird sie um den Hals getragen ansnonst wird sie wenn sie nicht gebraucht wird dreimal um die linke Hand gewickelt.

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Shugendo wird vielfach in den Bergen praktiziert (insbesondere in der Tendai-Schule). Die rituelle Kleidung richtet sich daher sehr stark an den praktischen Nutzen in früherer Zeit.

Anmerkung Kuban Sensei:
Die Kleidung eines Yamabushi anzulegen ist wie in den Körper von Fudo Myo zu steigen.

Tokin: eine kleine Kappe. Früher etwas größer und aus Metall. Sie diente als eine Art Sturzhelm (Gebirge, Region mit vielen Erdbeben!!!). Heutzutage steht sie vor allem für den Lotus im Bild des Fudo Myo. Sie kann auch als eine Art Trinkgefäß verwendet werden und ist heutzutage vielfach aus Kunststoff oder Papier.

Hangai: Großer flacher Hut. Je nach Verwendung und Bedeutung aus verschiedenen Material gefertigt (für Beginner Baumwolle, für Fortgeschrittene aus Seide, für den Weg in die Berge aus schnell trocknenden Flachs). Dient als Schutz gegen die Sonne und gegen Regen.

Hishiki: eine kleine Decke aus Ziegen oder Kuhfell welche am Rücken umgebunden wurde. Sie dient als Schutz und zum bequemeren Sitzen in den Bergen.

Yatsume-waraji: Strohsandalen. Sind vor allem zu Beginn sehr unangenehm zu tragen, da die Füße in der heutigen Zeit die härtere Beanspruchung nicht mehr gewohnt sind. Die Sandalen geben jedoch einen sehr guten Halt auf nassen Untergrund. In früheren Zeiten konnte man 60 Kilometer mit einem Paar Sandalen gehen.

Horagai: Zur Verständigung in den Bergen benutzte man früher Muschelhörner. Sie dienten zur Warnung und zur Verständigung in den Bergen. Ein Yamabushi kann an den einzelenen Melodien die unterschiedlichen Schulen unterscheiden. Ein geübter Bläser kann bis zu 5 verschiedene Töne erzeugen. Sie wurde ursprünglich vom Mönch Kukai aus China mitgebracht. Das Symbol der Muschel wird auch of mit Dainichi Nyorai in Verbindung gebracht.

Yui gesa: buddhistische Toga der Mönche. An Ihr sind sechs Pompons angebracht, welche die 6 Wahrheiten symbolisieren. Auch die Farbe der Pompons hat eine spezielle Bedeutung (weiß für Mönche, kastanienbraun für Laien.