Der Ursprung des Shugendo liegt zwischen dem 12 – 14 Jahrhundert unter buddhistischem Einfluss und den Wurzeln des Shinto. Shugen Do bedeudet “Der Weg in die Berge” und wird auch heute noch vorwiegend von des esoterischen Yamabuhi Mönchen praktiziert.
Der Ursprung liegt bei dem legendären “Enno Gyoja” von dem es auch heißt der Begründer des Ninjutsu gewesen zu sein. Die Ninja übernahmen die esoterisch asketischen Praktiken aus dem Shugen und erhielten so oft das Klischee eines Übermenschen und des Dämons.
Die Shingon und Tendai Schulen rund um Kyoto waren dann Anfang des 19. Jahrhunderts die Hauptgruppierungen. Nach vielen Abspaltungen und Verfolgungen durch die kaiserliche Schirmherrschaft in Japan, ist Shugendo heute wieder eine frei zugänglich Religion.
Ein Dämon beobachtet einen Eremiten beim Takigyo
Einer der Hauptübungsstätten der Yamabushi ist heute der Tempel “Shogoin” bei Kyoto. Shugendo ist durch seine mysthisch esoterischen Praktiken bekannt, die bis heute praktiziert werden.
Japanische Religionen sind durchzogen von Dämonen, Geistern und verschiedensten Gottheiten. Speziell den Dämonen (Tengus) wird im Shugen besondere Bedeutung beigemessen. Dämonen müssen nicht immer böse sein, so brachten sie im alten Japan großen Schwertmeistern wie Musashi Miyamoto angeblich den Schwertkampf bei. Diese Dämonen leben lt. Mythologie in Wäldern und halten sich in Bäumen und Wasserfällen versteckt.
Eben aus der Natur, den Elementen und speziell den Bergen schöpft der Shugenja (Ausübender des Shugen) seine Kraft und Energie. Unter Ausführung verschiedener Praktiken kommt man mit den Elementen in Einklang und kann aus deren Energie Kraft schöpfen. Aber nicht nur Energie und Kraft schöpft man daraus, man verschmilzt mit den Elementen und lernt sie so besser kennen.
Unter Kooperation mit dem Yamabushi Kuban wurde 2009 “SHUGENDO AUSTRIA” gegründet.
Jährlich reisen die Mitglieder des Yamabushi Dojo nach Frankreich um die Lehren des Shugendo zu studieren.
Wörtlich “Aufgeben des Körpers” bezeichnet eine Übung, bei der der Asket an den Beinen mit einem Seil gesichert wird und kopfüber eine Felsklippe hinuterhängt.
Shashingyo
Auch gibt es die Variante das ihn andere Asketen an den Beinen festhalten. Die Übung dient dazu ein Gefühl der Vergänglichkeit aufzubauen. Der Körper sollte dabei völlig losgelassen werden und der Geist völlig frei sein.
Buddha wird im Abgrund visualisiert und der Asket bekommt Fragen gestellt die er immer mit Ja zu beantworten hat.
Dies gilt dann als ewiger Eid.
“Das Wandern in den Bergen” wodurch der Geist klar wird. Pilgergänge in extremen Hanglagen und auf Klippen sorgen für die absolute Konzentration und Verbundenheit mit dem Berg. Auch das Tage bis Wochenlange Verharren und meditieren in dunklen Höhlen und Erdlöchern gehört zu dieser Praktik.
“Wasserfallstehen bzw. Eisbaden” hierbei steht der Asket unter einem Wasserfall und verfällt dabei in medidativen Zustand. Dabei spielt der Druck und die Kälte des Wassers eine große Rolle. Der Wasserfall versucht den Asketen in die Knie zu zwingen, dieser muß standhaft bleiben. Hierbei hat auch jeder Wasserfall seine eigene Persönlichkeit. Eine Steigerung ist hier im Winter bei Minusgraden möglich. Das selbe gilt für Misogi dem Eisbaden. Beim Eisbaden hat man jedoch eher die Möglichkeit den Puls massiv zu senken und die Körperfunktionen auf ein Minimum zu reduzieren.
“Feuerlaufen” wird als Hiwatari bezeichnet. Der Feuerlauf unter der Leitung eines Yamabushi Priesters wird als Kassyo Zanmai bezeichnet. Goma beschreibt das Feuerritual.
Beim Hiwatari erlebt der Shugenja eine Art Buddhazustand beim Durchwandern des Feuers.
Goma Feuerzeremonie
Shugendo ist eine Mixtur aus verschiedenen buddhistischen Richtungen.
Ohne guten Lehrer ist es unmöglich Shugendo zu verstehen oder zu begreifen.
Nachahmer verschiedener Shugendo Praktiken seien gewarnt.
Wenn man das nötige Wissen nicht besitzt können Praktiken wie Hiwatari oder Takigyo zu schweren Verletzungen bis hin zum Tode führen!
SHUGENDO AUSTRIA in Cooperation with SHUGENDO FRANCE
www.shugendo.fr